Im falschen Narrativ gefangen

Eckige Pflöcke in runde Löcher

„I am not a woman trapped in a man’s body.  My body is already a woman’s body, because I am a woman and this is my body.“

Anonym

Die Legende vom „falschen Körper“

„Ich bin im falschen Körper geboren.“ oder sogar “Im falschen Körper gefangen.”

Dieser Satz fällt fast zwangsläufig, wenn man als Transgender bei einer Ärztin oder einem Therapeuten von sich erzählt oder wenn man sich gegenüber Freunden und Verwandten outet. Das Bild vom „falschen Körper“ ist fast so etwas wie eine allgemein anerkannte Umschreibung für „Ich bin Transgender“ oder „Ich bin transsexuell“ geworden.

Der „falsche Körper“ wird sowohl als Beschreibung als auch für die Erklärung des Phänomens Transsexualität verwendet.

Es gibt viele Transpersonen, die ein tiefgehendes Problem mit ihrem Körper haben. Es verhindert, dass sie von anderen Menschen so wahrgenommen werden, wie sie das für sich als richtig empfinden. Und es hindert sie daran, ihre Sexualität so zu erleben, wie sie das wünschen.

“The uncomfortableness of being me never leaves all day long” Caitlyn Jenner vor ihrem Genderchange im Interview mit Buzz Bissinger

Doch ist es richtig diese Situation mit der Metapher vom „falschen Körper“ zu beschreiben?

Wie wurde der Körper falsch?

Sobald man von richtig oder falsch spricht wird deutlich, dass wir die Ebene der Natur verlassen haben. Die ist einfach, wie sie ist. Richtig und falsch sind Wertungen, die aus der Sphäre der Kultur stammen. Sie setzen eine Norm voraus, ein Modell, das festlegt, was richtig ist und was nicht. Ohne eine solches Modell, kann man keine Übereinstimmung oder Abweichung diagnostizieren.

Die Erfindung des „richtigen“ Geschlechts

Damit ich überhaupt sinnvoll von einem „falschen“ Körper reden kann, muss es zunächst einen „richtigen“ geben. Das bedeutet, es braucht zunächst eine Vorstellung von einem eindeutigen Geschlecht mit einem dazu passenden Körper. Bis in die Neuzeit hat sich weder die Wissenschaft noch die Gesellschaft zu diesem Thema Gedanken gemacht. Die Menschen waren halt, wie sie waren.

Die Erfindung dieses „wahren Geschlechts“ ist noch gar nicht so lange her. Foucault ordnet sie dem 18. Jahrhundert zu: „Fortan jedem ein Geschlecht, und nur ein einziges. Jedem seine ursprüngliche sexuelle Identität, tiefgründig, bestimmt und bestimmend.“  (Über Hermaphrodismus. Der Fall Barbin, 1998 S. 9)

Der Körper definiert, wer ich bin

Im nächsten Schritt stellt sich die Frage, was eigentlich genau dieses „wahre“ Geschlecht definiert.

Historisch löste man das zunächst über den Körper. Das bedeutet, der Körper definierte das “richtige”, das eigentliche Geschlecht.

Tatsächlich stand bei der Frage, was an einer organisch gesunden Person falsch ist, die eine vom Körpergeschlecht abweichende Geschlechtsidentität hat, lange der Kopf im Zentrum der Aufmerksamkeit. Wenn der Körper gesund ist, aber der Geist sich trotzdem nicht mit ihm einverstanden erklären mag, dann könnte es der Geist sein, der falsch und mithin krank ist. So wurde die Sache tatsächlich lange betrachtet. 

Mit dem Körper als Definitionsmerkmal für das Geschlecht erklärt sich auch die derzeit noch gültige Positionierung der Transsexualität in den medizinischen Diagnoserastern: Eine Geisteskrankheit! Der Wunsch nach Veränderung des Körpers ist Kern des „Krankheitsbildes“ Transsexualität (siehe ICD 10 F64.0).

In diesen Zusammenhang gehört übrigens auch die immer noch nicht abgeschlossene Suche nach irgendwelchen physiologischen Merkmalen von Transidentität. Nachdem weder Körperbau noch Genetik vernünftige Argumente lieferten, wurde die Suche nach dem Feuer, das den Rauch erzeugt, nicht aufgegeben. Stattdessen wurde sie immer weiter verfeinert: Epigenetik und „Neurointersexualität“ sind Versuche, endlich einen Beweis für eine körperliche Ursache bzw. einen körperlichen Beleg von Transidentität zu finden.

Der Körper wurde falsch

Nachdem jedoch die Versuche, Transidentität zu heilen sich als ebenso sinnlos erwiesen haben wie Schwulenheilungen, kam es zu einem Schwenk.

Mit den Fortschritten der Medizin (Operationen, Hormontherapien ) rückte dann eine andere Möglichkeit ins Blickfeld. Der Körper wurde nicht mehr als eine naturgegebene Wahrheit hingenommen. Er wurde etwas Gestaltbares, das man der Psyche, die sich als hochgradig therapieresistent erwiesen hatte, anpassen konnte. Der Körper war zwar gesund, aber falsch.

Die Quelle des Narrativs ist vermutlich Harry Benjamin und die nach ihm benannte Harry Benjamin Skala. Er fokussierte für die Diagnose von Transsexualität neben der Sexualität auch auf das Verhältnis zum eigenen Körper. Das musste nach Benjamin ablehnend sein. In der Folge wird Transidentität auf der Basis von Ablehnung und Unbehagen oder noch schärfer formuliert durch Hass auf den eigenen Körper definiert. Das Unbehagen am Körper und speziell den Genitalien wurde in den vergangenen Jahrzehnten getrieben von den Mediziner*innen also Teil der erwarteten Selbstbeschreibung. 

Was ist der Nutzen des Narrativs?

„Beweise“ für die Gatekeeper

Das Bild stammt also aus der medizinischen Diagnostik. Es ist für die Gatekeeper zur standardmäßigen Erwartung geworden, die die Betroffenen überzeugen müssen, wenn sie medizinische Behandlungen oder rechtliche Anerkennung ihres Gender wünschen.

Wenn Personen Gutachten anstreben, die ihnen Transsexualität bescheinigen oder Operationen ermöglichten, dann müssen sie die Denkmuster der Gutachter*innen bedienen. Wenn die Gatekeeper mich nicht verstehen, werden sie mir nicht das geben, was ich will. Deshalb ist es das einfachste, sich so zu beschreiben, wie sie das hören wollen.

Wenn ich als Frau leben möchte, dann muss ich auch den Körper einer Frau haben, weil ich anders (siehe auch das TSG) keine Änderung des Personenstands bekomme. Den weiblichen Körper (und den Personenstand) bekomme ich nur auf Basis einer medizinischen Diagnose und die bekomme ich nur, wenn ich meinen Körper ablehne.

Einschub: Die Situation hat inzwischen etwas Skurriles, weil die sowieso durch die Machtverhältnisse angespannte Beziehung zwischen Begutachtenden und Begutachteten komplett gestört wird. Die einen erzählen taktisch das, was die anderen vermutlich hören wollen. Und die anderen haben (teils zu recht) das Gefühl, dass sie taktisch belogen werden, damit sie das Gewünschte bescheinigen. Diese Lage ist für mich ein weiterer Grund, die verpflichtenden Gutachten in einer höchstpersönlichen Angelegenheit für teuren Unsinn zu halten, der alle Beteiligten verärgert. Die Transpersonen werden gedemütigt und die Gutachtenden missbraucht.

Kommunikation

Das Bild ist ein ziemlich einfaches Konzept, andere zu überzeugen. Die Metapher, gefangen zu sein, ist für die meisten Menschen leicht verständlich.

Auch die Medien haben einen relevanten Anteil an der weiten Verbreitung der Metapher vom falschen Körper. Sie liefert diesen einen griffigen Satz, der gebraucht wird um den Artikel auf den Punkt zu bringen.

Ich hatte mehrfach Kontakt mit Journalist*innen und jedes Mal war es schwierig, den wie von Zauberhand im Artikelentwurf erschienenen Begriff „falscher Körper“ wieder weg zu bekommen. 

Besonders, weil dieses Bild als Beschreibung der Situation zunächst ja nicht falsch ist. Es ist eine gut nachvollziehbare Beschreibung, anderen Menschen begreiflich zu machen, wie ich mich fühle. Doch es ist eben auch eine Simplifizierung. Es ist offensichtlich schon zu kompliziert zu sagen, dass es im Kern um die Erwartungen der Gesellschaft an einen Frauen- oder Männerkörper geht, die mein Leid verursachen. Ich bezeichne meinen Körper nur deshalb als falsch, weil er von der Gesellschaft so kategorisiert wird. Die Ablehnung einiger Aspekte ist zwar auch da, aber die wiederum haben nichts mit richtig und falsch zu tun.

Welchen Schaden richtet es an?

Beschädigung der Transpersonen selbst

Wir Transgender haben ein defizitäres Bild unserer Selbst. Und das bezieht sich massiv auf den Körper.

Eckige Pflöcke in runde Löcher
Manche Anpassung geht nur mit Gewalt

Das Narrativ von der Gefangenschaft im falschen Körper entfremdet uns von uns selbst. Es erzeugt eine Differenz zwischen uns und unserem Körper. So, als ob wir mit einem anderen Körper oder sogar ganz ohne Körper mehr wir selbst sein könnten, als wir es mit unserem eigenen Körper sind. In der aktuellen, gesellschaftlichen Situation leiden tatsächlich viele von uns unter der Beschaffenheit unserer Körper. Um uns selbst annehmen zu können, muss der Körper den Konventionen/Erwartungen der Gesellschaft entsprechen.

Es ist jedoch eine schwierige vielleicht sogar unbeantwortbare Frage, was dabei Henne ist und was Ei. Haben wir gelernt, unseren Körper abzulehnen und als „falsch“ anzusehen, weil die Erwartungen von Gesellschaft und Medien uns so geprägt haben? Wäre es anders gewesen, wenn er mich nicht in dieser Gesellschaft fast zwingend zum Mann machen würde? Könnte ich mich vielleicht trotz der Einschränkungen, die mein Körper mir in der Gesellschaft auferlegt, bedingungslos lieben?

Ich habe mich das oft gefragt und komme zu keiner eindeutigen Antwort. Ich bin ein Kind dieser Gesellschaft. Wir leben in unseren Körpern und unsere Körper leben in einer bestimmten Gesellschaft. In dem Moment, in dem ich nackt vor dem Spiegel stehe, sehe ich mein Spiegelbild nicht objektiv. Was ich sehe, ist durch die Konditionierung unserer Gesellschaft geprägt.

Zwang zur operativen und hormonellen Behandlung

Gut, niemand wird direkt gezwungen, sich einer gaOP zu unterziehen. Eigentlich ist es sogar mehr anders herum. Krankenversicherungen und Mediziner*innen müssen schon zum Jagen getragen werden.

Aber die Gesellschaft wünscht sich schon ebenso wie wir selbst, dass wir „richtige“ Frauen oder Männer werden. Der Druck, der aus der Differenz zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und individuellem Sein entsteht, wird einseitig auf den Individuen abgeladen. Wir tragen das Risiko und die Kosten.

Diesen Druck spüren auch die, die mit ihrem Körper kein grundsätzliches Problem haben. Er führt tendenziell zu der Einstellung, dass alle Transgender Hormonbehandlungen und geschlechtsangleichende Operationen anstreben. Was misstrauisch macht, wenn dies Einzelne nicht wünschen.

Die Ablehnung des eigenen Körpers ist in diesem Zusammenhang also Teil der geforderten Rechtfertigung. Wie kann ich trans* sein, wenn ich meinen Körper nicht ablehne, zugleich aber Transsexualität dadurch definiert wird, dass ich genau das tue? Es ist fast unmöglich mich als Transgender zu identifizieren, aber nicht zu akzeptieren, dass ich „reparaturbedürftig“ bin.

Rechtfertigung von Diskriminierung und Verletzung

Es bleibt sozial nicht folgenlos, wenn alle in der Gesellschaft überzeugt sind, dass die Betroffenen irgendwie falsch sind.

Wie viele Transpersonen wurden verletzt oder sind sogar getötet worden, weil sie „falsch“ waren?

In ihrem lesenswerten Transkript einer Rede (Sass Rogando Sasot: Reclaiming the Wronged Body) erwähnt Sass verschiedene Beispiele und auch eigene Erfahrungen, aus denen sich ein konkreter Zusammenhang zwischen dem Falschsein und Gewalt gegen Transpersonen ableiten lässt. Wenn etwas falsch ist, ist es dann nicht richtig es abzulehnen und vielleicht sogar zu bekämpfen?

Wir dürfen uns nicht von unseren Körpern abspalten lassen und damit auch noch denen Recht geben, die uns für Freaks halten.

Ich möchte die Körper all derer zurückerobern, die getötet wurden, weil ihre Körper durch die lebensverleugnende Rechthaberei falsch gemacht wurden.
Und diesen Körper zurückzugewinnen bedeutet, die inhärente Würde und Freiheit unseres Körpers zurückzugewinnen, um nach seiner eigenen Eleganz und Klugheit zu leben.

Sass Rogando Sasot

Wenn es mehr schadet als nutzt … ist es wenigstens richtig?

Es gibt keinen falschen Körper

Zunächst das selbstverständliche: unser Körper wird uns immer bleiben. Da ist kein „richtiger“ Körper hinten im Lager, den ich im Austausch bekommen könnte.

Nüchtern betrachtet, beschreibt das Bild eine Utopie. Denn es gibt für mich keinen anderen, richtigen Körper! Ich kann ihn umformen (lassen), so dass er anders aussieht. Aber entkommen kann ich meinem Körper nie. Egal, wie grundlegend die medizinischen Veränderungen sind, unser Körper bleibt der Gleiche. Die Genitalien sehen vielleicht anders aus, aber es sind immer noch dieselben Muskeln und Nervenfasern und dieselbe Haut. Die Konfiguration ist anders, aber die Substanz bleibt.

Wenn ich einer Utopie hinterherjage, werde ich zwangsläufig versagen müssen.

Es sollte uns nachdenklich machen, dass es die Metapher des falschen Körpers nur bei Transidentität gibt. Wir sind überzeugt, dass männliche und weibliche Körper alle auf eine bestimmte Weise aussehen müssen, oder sie sind falsch. Doch wie ist es mit anderen Bereichen? Sind Menschen, die Diät machen, nur dünne Menschen, die in fetten Körpern gefangen sind? Sind Frauen, die Make-up benutzen, nur hübsche Menschen, die in hässlichen Körpern gefangen sind? Wo fängt ein Körper an falsch zu werden und wie lange ist er noch richtig?

Ist das Narrativ funktional?

Ich beginne mit dem positiven Aspekt, wenn es denn einer ist. Für die Gesellschaft erfüllt die Metapher schon ihren Zweck, denn sie hält “die alte Ordnung” stabil. Solange sich Transpersonen im Hinblick auf ihren Körper selbst falsch finden, werden sie sich anstrengen, die Richtigkeit des herrschenden Gendermodells durch eigenes Tun möglichst aufrecht zu erhalten.

Doch im Hinblick auf die immer mehr werdenden Durchbrechungen ist das immer weniger wirkungsvoll. Immer mehr Transpersonen finden sich nicht falsch und verweigern sich der konsequenten Anpassung an die Erwartungen. In dem Moment, wo Transpersonen sich weigern zu sagen “Okay, mein Körper ist falsch!”, steigt der Druck auf die Gesellschaft, das unterkomplexe Gendermodell zu hinterfragen und letztlich zu ändern. 

Was sollte sich ändern?

Wir Transgender müssen aufhören diese Metapher für uns zu verwenden, weil uns das beschädigt. Nur, weil die Metapher so einfach ist und so vertraut, bedeutet das nicht, dass sie uns gut tut. Wir müssen andere Worte finden, das Unbehagen mit unseren Körpern zu kommunizieren.

Die Gesellschaft muss ihre Vorstellungen von Geschlecht und Gender ändern. Wir brauchen ein Modell, das die Gesellschaft befähigt, mit der biologischen Realität umzugehen. Wenn die Erwartungen falsch sind, ist es keine Lösung, die Individuen an die Erwartungen des Modells anzupassen.

Wenn wir vor der Wahl stehen, die Körper so zu verändern, dass sie zur Gesellschaft passen, oder die Gesellschaft so zu verändern, dass sie zum Gender passt, sollten wir letzteres tun.

Charlie Evans

Wie sollte es sein?

Personen sollte aufgrund ihrer Selbstpräsentation gegendert werden und nicht aufgrund von Vermutungen über den Körper. Das ist nämlich die valideste Information, die ich habe. Der Selbstaussage sollten wir endlich mehr vertrauen, als unseren Vorurteilen über das Aussehen von Körpern.

Ich bin nicht von meinem Körper gefangen. Ich bin gefangen von deinen Überzeugungen. Und ich möchte diesen Körper von denen zurückerobern, die möchten, dass er ihre Dogmen atmet und von ihren Dogmen genährt wird.

Sass Rogando Sasat

Resümee

Das Narrativ vom “falschen Körper” zeigt, wie mächtig das immer noch herrschende binäre Modell von Gender ist. Es macht im medizinischen Sinn gesunde Körper zu “falschen”, weil sie nicht den gesellschaftlichen Erwartungen an den Körper einer Frau oder eines Mannes entsprechen. 

Mein Körper ist nicht falsch! Er passt nur nicht so gut zu mir, wie ich mir das wünschen würde.

Querverweise

© Jula Böge 2020

Aktualisiert am

1 Gedanke zu „Im falschen Narrativ gefangen“

  1. Markus Marielle Hirtz

    Guten Abend Jula,

    lieben dank für diesen Artikel, dem ich eine seeehr große Leser_innenschaft wünsche.

    Nur an einer Stelle sehe ich einen Bruch. Du* schreibst:

    „Personen sollten aufgrund ihrer Selbstpräsentation gegendert werden und nicht aufgrund von Vermutungen über den Körper. Das ist nämlich die valideste Information, die ich habe. Der Selbstaussage sollten wir endlich mehr vertrauen, als unseren Vorurteilen über das Aussehen von Körpern.“

    Mein Einwand: Dieses Vorgehen würde eine Art von normierter Übereinkunft darüber erfordern, welche Selbstpräsentation zur Verwendung welchen sprachlichen Genders/Geschlechtes führt. Darin sehe ich ein Problem bzw. einen inneren Widerspruch, der den m.E. sehr richtigen Ansatz der Ablehnung der Fremdbestimmung von Geschlecht stark beschädigt.

    Ich habe vor Jahren eine ziemlich intensive Debatte mit einer strikt im binären Schema selbstverorteten trans* Person über diesen Aspekt geführt. Sie war der festen Überzeugung, dass ihr Penis sie nicht als Mann bestimmt, während sie sichtbar Barthaare für eindeutig als männlich bestimmend erklärt hat. Das hiesse, dass die Barthaare im sozialen Miteinander ein geschlechtsbestimmendes Merkmal wären, nur weil der Penis von einem Rock verdeckt wird. Das ngreift aus meiner Sicht viel zu kurz, weil es die -zweifelsfrei noch bestehenden- Stereotypen zum Maß der Dinge erklärt und ein ’sich einfach einfügen‘ befördert, statt zur wirklichen Beseitigung des eigentlichen Problems beizutragen.

    Hab es gut

    Markus Marielle Hirtz

    *) Ich hoffe das Du geht in Ordnung, obwohl wir uns nur einmal flüchtig begegnet sind.

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