Logo

Typologie der nicht-transsexuellen Transen

"Liebe Naturfreunde und natürlich -freundinnen, heute stelle ich euch ein besonders lustiges Tier vor: die Transe! ...."
So könnte dieser Text beginnen, wenn ich Heinz Sielmann wäre.

Für die uneingeweihten Betrachter ist die Gruppe der transidenten Männer (im folgenden als "Transen" bezeichnet) durch ein einfaches Merkmal gekennzeichnet: "Die laufen in Frauenklamotten rum! Ach ja, und einige von denen lassen sich "umbauen"!"
Zwar werden damit schon ansatzweise die Transsexuellen als Sondergruppe herausgearbeitet, doch alle anderen werden in einen Topf geworfen. Das genügt einer wissenschaftlich tragfähigen Klassifizierung nicht!

Selbst wir Betroffenen rudern mit Begriffen wie Transvestit, Tunte, Tucke, Transe, Trannie, Transgender, Crossdresser, Damenwäscheträger u.a.m. eher unbeholfen herum. Was jemand mit welchem Begriff meint, ist übrigens ziemlich unklar, weil jede von uns die Begriffe mangels allgemein anerkannter Definitionen gebraucht wie sie lustig ist.

Es wird Zeit für eine phänomenologisch abgesicherte Typologie. Die fehlte bisher schmerzlich, doch jetzt gibt es sie! Sie ordnet die die Nicht-Transsexuellen (!!! Wichtiger Hinweis auf ausgeschlossenen Typus!) Transen in nachvollziehbarer Weise. Die verschiedenen Typen sind nach steigender Intensität dessen geordnet, was Insider freundlich-schnodderig "Rumtransen" nennen.
Erfahrungswerte zeigen, dass sich Transen im Lauf der Zeit weiterentwickeln und dabei auch ihren Typus wechseln. So lange, bis sie ihre optimale Balance zwischen Mannsein und Frausein gefunden haben.
Jenseits meiner Typologie finden sich neben den schon erwähnten Transsexuellen auch diejenigen Männer, die aus anlassbezogen (Fasching, Halloween, Wette) Frauenkleidung als VERkleidung tragen und die "Männer im Rock", die ohne weibliche Attitüde Röcke und Kleider als praktische und bequeme Kleidungsstücke für sich reklamieren. Bei beiden Gruppen, so interessant sie sind, handelt es sich nicht um Transen.

Aber jetzt liebe Leserin und lieber Leser genug der Vorrede. Nun schauen wir uns diese possierlichen Lebewesen und ihre verschiedenen Unterarten und Lebensräume ein wenig genauer an:

1 Die inaktive Web-Transe

1.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo1.jpg"

1.2 Motto:

Real ist, was in meinem Kopf passiert

1.3 Vorkommen:

Dieser Typus ist der rätselhafteste von allen. Gibt es diese Transe überhaupt? Ist sie wirklich eine Transe?
Ja! Es gibt sie und sie lebt in jedem Trans-Forum der Welt, besonders in den Chaträumen. Sie sucht die Nähe zu anderen Transen, lebt ihre Neigung aber tatsächlich nur über die Tastatur und in ihren Träumen aus.

1.4 Verhalten:

Das femininste an ihr ist eventuell der Name und selbst der lautet manchmal schlicht "Hermann".
Sie ersetzt (aus welchen Gründen auch immer) reale Erlebnisse in Frauenkleidung durch Gespräche und Kontakte in der virtuellen Welt. Die gelebte Weiblichkeit beschränkt sich auf Gedankenspiele und Tagträume.
Es ist bisher unerforscht, ob sie sich so minimalistisch verhält, weil ihr das ausreicht oder ob sie sich einfach nicht mehr Weiblichkeit zu leben traut und unter der unauffällig männlichen Oberfläche sehr leidet.

1.5 Bekleidungsstil:

männlich

1.6 MakeUp:

1.7 sonstiges:

Wegen der geringen realen Erfahrungen mit Crossdressing kommt dieser Typus in Communities sehr schnell in den Verdacht, ein "Fake" zu sein, also ein Mann der Transen erotisch findet und bloß so tut, als sei er selber eine Transe.

2 Die seidige Wäsche-Transe

2.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo2.jpg"

2.2 Motto:

Wieso Röcke tragen, wenn es doch um die Strümpfe geht!

2.3 Vorkommen:

Sie lebt in ihren heimischen Gefilden und dürfte neben der geheimen Stuben-Transe der am häufigsten auftretende Typus sein.

2.4 Verhalten:

Ihre Feminität beschränkt sich auf Wäsche. Männliche Kleidung und männliches Verhalten sind für sie kein Stress. Sie beschränkt sich auf das, was ihrer Meinung nach die Essenz der Weiblichkeit ist: Wäsche aus seidigen Materialien, Spitzenhöschen, hauchfeine Strümpfe.

2.5 Bekleidungsstil:

Glatt und glänzend oder anders gesagt: Slip und Strapse. Hier dürfte die größte Kundengruppe für Strapsgürtel zu finden sein.

2.6 MakeUp:

unerforscht

2.7 sonstiges:

Soweit dieser Typus zur fotografischen Dokumentation neigt, bevorzugen seine Vertreterinnen die Nahaufnahme. Der menschliche Körper wird in der Regel auf maximal 20x20 cm große Ausschnitte reduziert.
Falls sie Frauenschuhe besitzt, dann haben die minimal 12 cm Absatz, was aber auch nicht problematisch ist, da schließlich nicht weit in ihnen gelaufen wird.

3 Die geheime Stuben-Transe

3.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo3.gif"

3.2 Motto:

Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein!

3.3 Vorkommen:

Es handelt sich hier eventuell um die häufigste Gruppierung. Doch weil ihre Vertreterinnen so extrem versteckt leben, sind sie so gut wie unsichtbar.
Vielfach weiß niemand in ihrer Umgebung davon, dass es sie gibt, zumindest aber haben Teile des engeren familiären Umfeldes keine Ahnung.
Verblüffenderweise wissen aber Außenstehende von ihnen! Nämlich die Leidensgenossinnen in den Trans-Communities.
Die geheime Stuben-T. kommt übrigens auch als Single vor! Dann übernehmen Nachbarn, Freunde und Verwandte die Rolle der Familie, die nichts merken darf.

3.4 Verhalten:

Das Verhalten folgt unmittelbar aus den Erfordernissen der versteckten Lebensweise.
Es gibt nur kurze Phasen in weiblicher Kleidung, die davon abhängig sind, dass alle "Ahnungslosen" des Haushaltes gerade weg sind.
Die weiblichen Kleidungsstücke werden in unscheinbaren Kisten oder hinter Wandpaneelen gelagert.
Weil der Raum knapp ist, müssen die Kleidungsstücke sorgfältig ausgewählt werden! Kriterium: je sexy, desto besser!
Diejenigen, die ungefähr die Körpermaße ihrer Frau haben, vergreifen sich auch schon mal an deren Kleiderschrank. Dumm, wenn dann ein Knopf abgeht oder eine Naht aufreißt.
Die Stubentranse ist Spezialistin im panikartigen Umziehen bzw. Verstecken. Gerade, wenn man im Kleid vor dem Schlafzimmerspiegel steht, hört man das Geräusch eines Schlüssels im Haustürschloss, das ein heimkehrendes Familienmitglied ankündigt. GRAU-EN-VOLL!

3.5 Bekleidungsstil:

Sie trägt, was sie kriegen kann. Hauptsache die Kleidung sieht definitiv weiblich aus! Danach ist die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Kleidung überhaupt passt. Der eigene Stil wird der unauffälligen Erreichbarkeit untergeordnet.
Das meiste Geld geht für die Unterwäsche drauf

3.6 MakeUp:

Muss nicht sein

3.7 sonstiges:

Damit sie die kostbaren Momente der Weiblichkeit wiederholt durchleben kann, fotografiert sie sich gerne.
Blöd nur, dass die Arme für wirklich gute Ganzkörper-Selfies zu kurz sind.
Die Stubentranse fotografiert sich vorzugsweise ohne Kopf. Was skurril klingt, hat verschiedene gute Gründe. Zum ersten, weil weder Makeup noch Perücke vorhanden sind. Die Farbe würde man im Alarmfall auch gar nicht schnell genug aus dem Gesicht kriegen. Zum zweiten, weil sie ihr Gesicht für eine Frau unsagbar hässlich findet, was eventuell auch mit dem Vollbart zu tun hat, der es ziert. Und zum dritten, weil sie große Angst hat erkannt zu werden, wenn sie z.B. ihr Bild als Avatar in einer Community einstellt.

Ein wichtiger Aspekt ist das sog. "Underdressing", d.h. unter der männlichen Oberbekleidung wird gerne feminine Unterwäsche getragen. Hier kann sich die Stubentranse ein wenig von den sonst so quälend engen Fesseln der Männlichkeit lösen.

4 Die schnelle NachtsumdenBlock-Transe

4.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo4.jpg"

4.2 Motto:

Das Leben ist draußen

4.3 Vorkommen:

Diese Unterart ist extrem schwer zu beobachten. Sie kommt zwar in der freien Wildbahn vor, jedoch nur bei schlechter Sicht (Dunkelheit) und in einsamen oder gut überschaubaren Revieren, wo die jederzeitige Flucht möglich ist.
Oberstes Ziel ist es, endlich mal außerhalb der eigenen vier Wände Frau zu sein, gefolgt von dem Wunsch, von niemandem dabei erwischt zu werden. Weil die Ängste und Unsicherheiten so groß sind, ist die Verwirklichung dieses Vorhabens ein gigantischer Schritt.

4.4 Verhalten:

Je nach häuslicher Situation beginnt der Start in das Abenteuer daheim, im Hotel oder im Auto. Nach peinlich genauer Vorbesichtigung des Reviers, seiner möglichen Fallen und Fluchtwege, bewegt sich diese Transe zögerlich äugend und mit einem Herzschlag, der theoretisch 100m weit hörbar sein müsste, in das Gelände. Jedes unterwartete Ereignis kann zum plötzlichen Herztod führen. Mit wachsender Erfahrung (also nach 2-5 Minuten) verwandelt sich die Angst in Euphorie und unbeschreibliche Glücksgefühle., die allerdings bei Wiederholungen dieser Aktion zunehmend ausbleiben.

4.5 Bekleidungsstil:

Sie kleidet sich meist eher zurückhaltend und ist höchstens unfreiwillig auffällig. Das liegt meist nicht mal an der Kleidung sondern an der Perücke, die (weil man ja RICHTIG weiblich wirken will) sehr häufig eine platinblonde oder schwarze Langhaarmähne von Ebay ist.
Es wird getragen, was der Kleiderschrank hergibt. Weil das persönliche Stilgefühl noch unentwickelt ist, würde die Toleranz von Beobachtern eventuell arg strapaziert, wenn es nicht so finster wäre. Doch mit wachsender Übung erreicht die NUBD-Transe auch immer bessere Ergebnisse.

4.6 Makeup

Das gilt auch für das Makeup. Die ersten Versuche sind noch etwas unbeholfen. Der Umgang mit Makeup lässt sich mit "farbig" umschreiben. Das liegt zum einen daran, weil der Einkauf von Kosmetika ohne Beratung immer ein Risiko beinhaltet und zum anderen, weil doch noch ein wenig die Routine in der Anwendung fehlt.

4.7 sonstiges:

Wenn dir eine Transe erzählt, was für ein wunderbares, ja unvergleichliches Gefühl es ist, wenn der Wind sanft die bestrumpften Beine streichelt und wie herrlich es ist den Rock oder das Kleid beim Gehen um die Beine schwingen zu fühlen, dann hast du in vier von 5 Fällen eine NUDB-Transe vor dir.
Viele NUDB-Transen sind gute Kundinnen bei allen gängigen Versandhäusern. Sie genießen es, dass man Kleider gleich in drei Größen bestellen kann, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die richtige dabei ist. Und vor allem haben Kataloge den Vorteil, dass man zum Anprobieren der Kleidung nicht am helllichten Tag in ein Kaufhaus muss.
Die Fotos von ihren Outdoorerlebnissen werden in Communities und auf Homepages einer interessierten Öffentlichkeit zur Besichtigung bereitgestellt

5 Die nachtaktive Rudel-Transe

5.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo5.gif"

5.2 Motto:

Girls just wanna have fun!

5.3 Vorkommen:

Sie ist ein steter und fröhlicher Gast auf allen Szeneparties.
Am besten kann man Sie in den frühen Morgenstunden beobachten, wenn sie mit schmerzenden Füßen (6 Stunden auf hohen Absätzen getanzt!) zu ihrem Hotel humpelt.
Wie schon der Name andeutet, ist sie so gut wie nie allein und tagsüber nur selten zu finden, obwohl sie sich nicht scheut, in fremden Städten auch mal tagsüber gemeinsam mit Freundinnen shoppen zu gehen.

5.4 Verhalten:

Sie geht ca.1 x im Monat zur Selbsthilfegruppe, die gerne auch maskulin-rustikal "Stammtisch" heißt.
Treffpunkte mit Umkleidemöglichkeiten vor Ort sind dabei besonders beliebt.
Jedes Outdoorerlebnis wird zelebriert und genossen. Verpflichtungen aus Familie und Beruf werden sensibel um die langfristig im Kalender eingetragenen Treffs herumgruppiert.
Für einen schönen Event werden selbst mehrere hundert Kilometer Anreise in Kauf genommen.
Der Weg vom Hotel zur Location wird im Taxi zurückgelegt, weil 12cm Heels nun mal keine Wanderschuhe sind.
Sie ist ein typisches Rudelwesen und zieht gerne auch mal mit einem Grüppchen gleichgesinnter um die Häuser

5.5 Bekleidungsstil:

Ihre Bekleidung lässt sich mit dem Stichwort "extensive Weiblichkeit" charakterisieren. Selbst wenn sie nicht so angezogen ist ... sie wäre es zumindest gerne.
Röcke, die breiter sind als ein Gürtel, sind ebenso verpönt, wie undurchsichtige Tops.
Wofür hat man ein Heidengeld für Dessous ausgegeben, die dann keiner sehen kann?

5.6 MakeUp:

Glitzer und knallige Farben bestimmen das Bild. Dunkle Lipliner zaubern volle Lippen und modische Lidschattenfarben im Zusammenspiel mit viel schwarzem Kajal ausdrucksvolle Augen.

5.7 sonstiges:

Der Höhepunkt im Leben jeder Partytranse ist die Wahl zur Miss Trans-wasauchimmer. Im Minikleid auf der Bühne stehen und einen Blumenstrauß überreicht bekommen, ist ein Erlebnis, von dem Sie noch lange zehrt.
Sie lässt sich wahnsinnnig gerne fotografieren und hat sich extra dafür eine Digitalkamera gekauft, wenn sie nicht schon aus ihrer Zeit als Stubentranse eine hat.
Sie ist Nutzerin der Angebote von Change- und Stylingservices, weil sie das Gefühl hat NOCH besser aussehen zu können.
Es gibt in dieser Gruppe eine bemerkenswerte Zahl, die in ihrer Familie nach wie vor ungeoutet sind. Trotzdem als Frau unterwegs sein zu können erfordert ein bemerkenswertes Organisationstalent.

6 Die extrovertierte Happy-Hour-Transe

6.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo6.jpg"

6.2 Motto:

Is this a gun in your pocket or are you just pleased to see me?

6.3 Vorkommen:

Zu finden wo es gute und/oder preiswerte Drinks gibt und wo auch ansonsten anständig was los ist. Und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit.
Vernissagen, Bareröffnungen. Straßencafes, Nobelrestaurants und Frittenbuden. Der Anlass ist egal, solange er nur Gelegenheit bietet sich richtig aufzubrezeln.

6.4 Verhalten:

Sie ist eher selten alleine unterwegs, scheut im Notfall aber auch davor nicht zurück. Bloß ist es alleine halt sehr viel weniger lustig.
Sie ist das Highlight in jeder Bar. Ein Abend, an dem sie weder geflirtet noch auf den Tischen getanzt hat, war vergeudete Zeit.
Wer sich mit ihr zusammen nicht amüsiert, ist tot!

6.5 Bekleidungsstil:

Alles außer langweilig! Im Grunde ist es genau das Zeug, von dem sie sich wünscht, auch ihre Freundin würde sowas tragen.

6.6 MakeUp:

Stil "Playboy-Cover-Girl": genau so, dass die Männer sich für die durch sie provozierten Fantasien ohrfeigen möchten.

6.7 sonstiges:

Die Happyhour-Transe gibt für Klamotten und Kosmetika jährlich einen Betrag aus (oder würde es zumindest gerne tun) der dem Bruttoinlandsprodukt eines afrikanischen Kleinstaates entspricht. Das qualifiziert sie als fachkundige Beraterin von geborenen Frauen in Kosmetik und Stylingfragen.
Ihre Schönheit und ihre Selbstsicherheit machen sie zum Schrecken aller unsicheren Männer
Wegen ihrer Wirkung auf Männer und der Tatsache, dass sie häufig mehr zu versprechen scheint, als sie zu geben bereit ist, wird sie für interessierte Männer zur "Handarbeitslehrerin".

7 Die freilaufende Mehrtages-Transe

7.1 Typisches Attribut:Bild "Leseecke/Humor:typolo7.jpg"

7.2 Motto:

Alles außer Kinderkriegen!

7.3 Vorkommen:

Sie ist sehr selten zu finden, weil es in ganz Deutschland wohl nur einige Hundert von ihnen gibt. Aber sie ist grundsätzlich jederzeit und überall zu finden. Vielleicht sieht man sie deshalb so selten, weil man gar nicht damit rechnet, im öden Alltag, z.B. beim Brötchenholen, im Kino oder beim Frisör etwas ungewöhnliches zu sehen.

7.4 Verhalten:

Sie lässt sich von kaum etwas am Rausgehen als Frau hindern.
Dabei dehnt sie ihre Frauenphasen gerne zu mehrtägigen Events aus und bucht sich in Hotels mit ihrem Frauennamen ein.
Sie ist stolz, dass in ihrem Koffer keine und in ihrem Schrank kaum Männersachen sind

7.5 Bekleidungsstil:

Sie trägt, was ihr nach langjährigem rumprobieren am besten gefällt und steht.

Zwischen "graue Maus" und "Paradiesvogel" sind in dieser Gruppe alle Modelle vertreten.

7.6 MakeUp:

siehe Bekleidungsstil

Der Stil wurde in Diskussion mit der Kosmetikerin ihres Vertrauens entwickelt und selbst perfektioniert

7.7 sonstiges:

Kann sich, wenn's pressiert, in weniger als 20 Minuten ausgehfertig stylen.
Sie findet, dass 1000 oder 2000 Euro für Epilation gut angelegtes Geld sind, weil sie weiß, dass sich ein Gesicht nach drei Tagen scharfem Rasieren anfühlt, wie rohes Fleisch!
Nein, sie ist keine Transsexuelle! Auch wenn sie sich dauernd mit dieser Frage rumschlägt und sie im Verhalten kaum von einer solchen zu unterscheiden ist, so ist sie doch nicht transsexuell. Sie will nämlich eines nicht: immer und nur noch Frau sein!

Das sind also meine sieben Typen. Nach meiner Einschätzung ist damit der überwiegende Teil der Transenpopulation hinreichend klassifiziert. Exotische Sondertypen gibt es natürlich immer! So z.B. das "nächtliche Autobahnparkplatz-Luder" oder auch die "lebensechte Latexfrauenmasken-Trägerin". Die lassen sich aber üblicherweise einem der sieben Typen zuschlagen und ihr "Sonderverhalten" beruht auf anderweitigen, spezifischen Bedürfnissen, die mE nur bedingt etwas mit der Transidentität zu tun haben.

Hast du dich wiedererkannt? Nein? Du bist ganz anders? Manches stimmt, vieles aber überhaupt nicht?
Gut so!

Du bist ein Individuum mit speziellen Wünschen und Problemen. Und diese führen dazu, dass du so lebst wie du lebst.
Wenn du damit glücklich bist, ist es gut.
Doch wenn du unglücklich bist, dann weißt du nun, dass es auch andere Strategien gibt Transidentität zu leben.

© Jula 2006

nach oben